MR4: 2026 Spring Release
Das Spring-Release 2026 bringt eine Reihe neuer Funktionen sowie Verbesserungen im Workflow, die den Arbeitsalltag von Anwender*innen noch effizienter, flexibler und datengestützter machen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Neuheiten Golfschwunganalyse, MANUS Gloves Integration und erweiterte horizontale Sprung- und Cutting-Analyse sowie ein leistungsstärkeres vCAT, verbesserte Signal- und Streamingübertragung und erweiterte Funktionsintegrationen.
Mit diesen Weiterentwicklungen bleibt Noraxon seiner Mission treu: praxistaugliche Lösungen bereitzustellen, die in realen Umgebungen zuverlässig funktionieren, klinische wie leistungsorientierte Workflows unterstützen und die analytische Tiefe von MR4 nachhaltig stärken.
Im Folgenden findest du einen kompakten Überblick über die wichtigsten Neuerungen dieses Releases.
4 Sensoren Golfschwung-Analyse
Vereinfachte Golfschwung-Analyse mit automatischer Phasenerkennung
MR umfasst nun einen speziellen Workflow zur Analyse des Golfschwungs, der vier IMU-Sensoren nutzt. Das System erkennt Schwungphasen automatisch und erstellt einen Report zur kinematischen Abfolge, der Trainern und Therapeuten dabei hilft, zu beurteilen, wie sich die Energie während des Schwungs durch den Körper überträgt.
Dieser neue Workflow vereinfacht dein Setup und liefert klare Einblicke in das Timing, die Koordination und die Körperhaltung der einzelnen Phasen, wodurch ein objektiveres Feedback für das Leistungstraining und die Bewegungsoptimierung möglich ist.
Hauptfähigkeiten
- Automatische Schwungphasenerkennung
- Visualisierung der kinematischen Abfolge
- Koordinierte Phasenzeitmessung und Analyse der Peak Velocity (Spitzengeschwindigkeit)
- X-Faktor- und Haltungswinkelanalyse
- Vereinfachtes Setup mithilfe einer 4-Sensor-Konfiguration
MANUS Gloves Integration für detaillierte Hand- und Fingerkinematik
Zum Erfassen feinmotorischer Fingerbewegungen direkt in MR4
MR unterstützt nun die vollständige Integration der MANUS Gloves, wodurch detaillierte Fingerbewegungen auf dem Movi-3D-Avatar visualisiert werden können, zusammen mit Signalstreams für 20 anatomische Winkel pro Hand.
Diese Integration ermöglicht realistische Hand- und Fingeranimationen in MR und erweitert die Motion-Capture-Fähigkeiten für Anwendungen, die eine Analyse der Feinmotorik, die Beurteilung der Handkoordination oder eine immersive Bewegungsvisualisierung erfordern.
Hauptfähigkeiten
- Echtzeit-Visualisierung und Signalübertragung der Fingerbewegungen
- Vollständige Handanimation auf dem Movi-Avatar
- Kompatibel mit MANUS Gloves System und Software
- Verbesserte Visualisierung für detaillierte Motion-Capture-Szenarien
Erweiterte horizontale Sprung- und Cuttinganalyse
Zusätzliche unterstützte Bewegungen für Sportleistungstests
MR erkennt nun auch automatisch horizontale Sprung- und Cutting-Bewegungen und erweitert damit die Analysefunktionen für Leistungssport und Rehabilitation.
Neue unterstützte Bewegungen
- Weitsprung
- Seitlicher Countermovement Jump
- Abbremstest
Dank dieser Ergänzungen können Trainer und Therapeuten nun ein breiteres Spektrum explosiver horizontaler Bewegungen und Richtungswechsel analysieren - mithilfe derselben, aber optimierten, Arbeitsabläufe zur Sprunganalyse, die bereits in MR verfügbar sind.
Plattform- und Workflow-Verbesserungen
Verbesserte Performance des Virtual Calibration Adjustment Tools (vCAT)
Das Virtual Calibration Adjustment Tool (vCAT) wurde erweitert und optimiert, um die User Experience und die Ergebnisse bei der Kalibrierungseinstellung zu verbessern.
Zu den Verbesserungen zählen eine optimierte Korrekturverarbeitung, erweiterte Kalibrierungsroutinen sowie Verbesserungen bei der automatischen Verarbeitung, die es einfacher machen, auch bei anspruchsvollen Mess-Setups präzise Ergebnisse zu erzielen.
Zu den Verbesserungen gehören:
- Verbesserte Kompatibilität mit Korrekturen des Optimizers
- Erweiterte Kalibrierungsabläufe und -Workflows
- Verbesserte markerlose Frontalkorrektur für gebeugte Körperhaltungen
- Automatische Erkennung von Auslösern für die markerlose Verarbeitung
Kraftverktor-Winkel als Signale
Kraftvektorwinkel können nun direkt als Signale in MR generiert werden, sodass Nutzer Veränderungen der Kraftrichtung im Zeitverlauf zusammen mit anderen biomechanischen Signalen analysieren können.
Dies ermöglicht eine eingehendere Analyse der Bewegungsmechanik bei Aktivitäten wie Springen, Richtungswechseln und Landen.
Objektsensoren in der Translation Toolbox
Die Translation Toolbox unterstützt nun Objektsensoren, wodurch Bewegungsdaten von verfolgten Geräten oder externen Objekten in biomechanische Analysen einbezogen werden können.
Dies erweitert die Möglichkeiten zur Analyse von Interaktionen zwischen Probanden und Objekten sowie der Bewegungskoordination.
EMG-Streaming via UDP während der Wiedergabe
EMG-Daten können nun während der Wiedergabe über UDP gestreamt werden, sodass zuvor aufgezeichnete Daten an externe Softwares wie Visualisierungs-Engines oder benutzerdefinierte Analysetools übertragen werden können.
Vereinfachte Signalüberlagerung in Kurven-Reports
Die Elemente des Kurven-Reports unterstützen nun die vereinfachte Überlagerung mehrerer Signale in einem einzigen Diagramm, wodurch sich biomechanische Signale in den Reports direkter und leichter vergleichen lassen.
Vermeidung von Dopplungen in gemeinsam genutzten Datenbanken
MR enthält nun Sicherheitsvorkehrungen, die verhindern, dass bei der Arbeit mit gemeinsam genutzten Datenbanken doppelte Datensätze einzelner Personen/Messungen erstellt werden.
Diese Verbesserung trägt dazu bei, die Datenbestände übersichtlicher zu halten, und verringert den Verwaltungsaufwand bei der Verwaltung von Mehrbenutzerumgebungen.
Phasenauswahl für Winkelkoordinations-Reports
Mit den Elementen des Winkelkoordinationsberichts können Benutzer nun den im Bericht verwendeten Analysezeitraum auswählen, was eine größere Flexibilität bei der Auswertung von Koordinationsmustern in verschiedenen Bewegungsphasen ermöglicht.
Vermeidung von Dopplungen in gemeinsam genutzten Datenbanken
Die Arbeitsabläufe für die Sprung- und Schnittanalyse integrieren nun die Vorkontaktphase direkt in die Definition des Sprunganalysezeitraums und behandeln sie als Teil der einheitlichen Sprungaktivität. Auf diese Weise können Benutzer die Daten der Vorkontaktphase nahtlos zusammen mit allen anderen Phasen einsehen – was die Übersichtlichkeit des zeitlichen Kontexts verbessert, die Interpretation der Gesamtbewegung erleichtert und sicherstellt, dass die gesamte Sprungsequenz in allen Analysemodi verfügbar ist.