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Kinderklinik St. Marien Landshut: Mehr Sicherheit für kleine Schritte

Jeder Schritt erzählt eine Geschichte. Für Kinder mit motorischen Auffälligkeiten ist Gehen oft mehr als Fortbewegung – es bedeutet Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität. Im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Kinderklinik St. Marien Landshut begleitet das Team des Motoriklabors Familien dabei, Bewegungen besser zu verstehen und Therapien gezielt zu planen.

Bereits Kinder ab dem gehfähigen Alter – das jüngste untersuchte Kind war erst 13 Monate alt – profitieren von der Bewegungsanalyse. Ziel ist es, Auffälligkeiten früh zu erkennen, geeignete Therapien zu planen, den Erfolg von Hilfsmitteln zu überprüfen und Fortschritte langfristig nachzuverfolgen. Dabei werden Eltern bewusst in Diagnostik und Interventionsplanung einbezogen, damit alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen.

 

 

 

 

Abbildung 1: Ein junger Patient absolviert die Bewegungsanalyse – jeder Schritt liefert wertvolle Informationen für eine individuelle Therapie.

Kind Läuft

Die Bewegungsanalyse ist fester Bestandteil der spezialisierten Sprechstunden – unter anderem bei Bewegungsstörungen, Cerebralparese, neuroorthopädischen Fragestellungen sowie in der Hilfsmittelversorgung. Die Fachbereiche Physiotherapie, Neuropädiatrie, Kinderorthopädie und Orthopädietechnik arbeiten im SPZ Landshut eng zusammen. Für Familien bedeutet das: mehr Nachvollziehbarkeit und Transparenz bei Therapie-Entscheidungen.

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Abbildung 2: Gemeinsame Auswertung: Therapeuten, Familie und Kind besprechen die Ergebnisse und planen die nächsten Behandlungsschritte.

Ein Labor mit regionaler Bedeutung

Die Kinderklinik St. Marien behandelt jährlich rund 5.600 stationäre und etwa 46.000 ambulante junge Patientinnen und Patienten im Alter von 0 bis 18 Jahren. Das Motoriklabor ist das einzige klinische 3D‑Motoriklabor in Niederbayern und die einzige Kinderklinik im DACH-Raum mit einem markerlosen 3D-Motion-Capture-System im klinischen Einsatz. Ergänzt wird dies durch Kraftmessplatten, Pedographie und EMG. Gleichzeitig fließen Normdaten, Forschungskooperationen mit der HAW Landshut und dem Olgahospital Stuttgart sowie wissenschaftliche Projekte kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.

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Abbildung 3: Im Labor arbeiten Kameras, Kraftmessplatten und weitere Messsysteme zusammen, um Bewegungen markerlos zu erfassen.

Mehr als Technologie

Entscheidend ist nicht die Technik selbst, sondern der Nutzen für die Kinder: präzisere Diagnosen, individuell abgestimmte Therapien und nachvollziehbare Therapieerfolge. Das moderne Labor entstand in einem 1,2-Millionen-Euro-Neubau, der vollständig aus Spenden und Fördermitteln finanziert wurde. Neben dem Motoriklabor gehören auch Therapie-, Besprechungs- und Auswerteräume zu dem Konzept.

Velamed als Partner

Velamed unterstützte die Planung und Ausstattung des Motoriklabors. Das Ergebnis ist eine Arbeitsumgebung, die medizinische Präzision mit einer kindgerechten Atmosphäre verbindet und damit optimale Voraussetzungen für eine moderne Bewegungsanalyse schafft.